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Vulkanausbrüche auf den kanarischen Inseln

- Von Roland - in: Vulkanismus

Vulkankrater auf Gran Canaria. Auf einer unseren Wanderungen in der Nähe von Tenteniguada kommt man an diesem Einsturzkrater vorbei.

Vukanausbrüche sind ein Naturphänomen auf den kanarischen Inseln und die ersten Beschreibungen stammen aus der Zeit der spanischen Eroberung. Seit dieser Zeit hat man auf La Palma 7 Vulkanausbrüche zählen können.

  1. Tacande von 1430 – 1470 auf La Palma
  2. Tehuya im Jahre 1585
  3. Tigalate im Jahre 1646
  4. San Antonio (1677 – 1678)
  5. del Charco im Jahre 1712
  6. San Juan im Jahre 1949
  7. Teneguia im Jahre 1971

Der Vulkanausbruch von San Juan auf La Palma im Juni 1949 ließ einen Lavastrom bis ans Meer heranfließen und hat La Palma ein wenig vergrößert. Diese Flächen wurden später wieder zum Bananenanbau genutzt. Teneguia auf La Palma war der letzte Ausbruch auf den kanarischen Inseln.

Der Vulkankrater de los Marteles auf Gran Canaria. Durch den Einfluß von Wasser wurden Hohlräume gebildet, die zum Einsturz und der Kraterbildung führten.

Der Vulkankrater de los Marteles auf Gran Canaria. Durch den Einfluß von Wasser wurden Hohlräume gebildet, die zum Einsturz und der Kraterbildung führten. Man kann auf unseren Wanderungen auf Gran Canaria Vulkankrater entdecken. Einer ist der Krater de los Marteles oder der Krater von Bandama in einer Region mit berühmten Weingütern auf Gran Canaria.

Auf Teneriffa gab es 4 Vulkan-Ausbrüche:

  1. Fasnia y Arafo von 1704 – 1705 auf Teneriffa
  2. Garachico im Jahre 1706
  3. Narizes del Teide im Jahre 1798
  4. Chinyero im Jahre 1909

Der Ausbruch von Garachico im Jahre 1706 auf Teneriffa wurde vom Vulkan “Arenas Negras”, was soviel heißt wie schwarzer Sand, verursacht. Das austretende Magma zerstörte den dortigen Hafen. Der Ausbruch hatte schwere wirtschaftliche Folgen für diese Region. Man sagt, daß eine religiöse Frau aus diesem Ort einen Vulkanausbruch mit schweren Folgen für das Jahr 1706 auf dem Garachico vorrausgesagt hatte. Die religiösen Dorfbewohner fassten den Vulkanausbruch als eine Strafe Gottes auf und erinnerten sich damals an den Fluch eines Geistlichen, ausgesprochen gegenüber einer einflußreichen Familie des Ortes. “Gastadero de dinero, mal risco te caiga encima”. Was so viel heißt: Dem Geldverschwender, ein steiler Felsen wird auf Dich fallen.

Auch auf Lanzarote konnte man 2 Zeiträume von starker Vulkanaktivität dokumentieren:

  1. Im Zeitraum 1824
  2. Der Ausbruch von Timanfaya von 1730 – 1736

Timanfaya war einer der größten und am längsten dauernden Vulkanausbrüche auf den kanarischen Inseln. Der Ausbruch dauerte fast 7 Jahre.  Dabei wurde beinahe ein Drittel der ganzen Insel von Lava und Pyroklasten bedeckt. Heute ist das der Parque Nacional de Timanfaya. Die meisten der Einwohner von Lanzarote flüchteten nach Fuerteventura.

Das Alter der kanarischen Inseln

Die kanarischen Inseln sind vulkanisch entstanden und wenn man nach dem Alter der Inseln fragt,  kann man heute nach radiometrischen Datierungen von Vulkangestein das Alter der Inseln recht genau bestimmen.

  1. Fuerteventura 23,5 Millionen Jahre
  2. Lanzarote 15,5 Millionen Jahre
  3. Gran Canaria 14,5 Millionen Jahre
  4. La Gomera 12 Millionen Jahre
  5. Teneriffa 7,5 Millionen Jahre
  6. La Palma 1,7 Millionen Jahre
  7. El Hierro 1,2 Millionen Jahre

Man kann also sagen im Tertiär kurz vor dem Erscheinen des Menschen auf der Erde. Aus erdgeschichtlicher Sicht ein recht junger Vorgang. Die ältesten Inseln sind bereits stark erodiert und auch flacher als die jüngeren Inseln. Die Eruptionsgeschichte der kanarischen Inseln ist tatsächlich eine der längsten und gleichzeitig jüngsten in der Naturgeschichte und vielleicht noch nicht zu Ende. Die kanarischen Inseln befinden sich momentan in einer vulkanischen Ruhephase. Am 21.01.2010 gab es im Nordwesten (Agaete, Galdar und Aldea) auf Gran Canaria ein Erdbeben. Personen ist nichts passiert aber viele liefen aus Ihren Häusern. Das Erdbeben zeigte auf der Richterskala einen Wert von 2,6 an und dauerte nur wenige Sekunden.

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