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Naturschutzgebiet Pinar de Inagua auf Gran Canaria

- Von Roland - in: Naturschutzgebiete

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Kiefernwald soweit das Auge reicht. Eines der letzten unberührten Rückzugsgebiete von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.

Kiefernwald soweit das Auge reicht. Eines der letzten unberührten Rückzugsgebiete von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.

Dieses Naturschutzgebiet hat die höchste Schutzstufe. Es liegt südlich von Tejeda und bildet einen Teil der öffentlichen Wälder von Ojeda, Inagua und Pajonales und grenzt an die Gemeinden von Tejeda, Mogan und Aldea. Dieses Gebiet ist ein Schutzgebiet für eine Vielzahl von endemischen Pflanzen und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Nur hier sieht man noch den Pinzon Azul (Blaufink) ein seltener Vogel auf Gran Canaria. Mit über 3920 Hektar ist Inagua eines der größten Naturschutzgebiete Gran Canarias. Darüberhinaus bietet Inagua geologische und geomorphologische Besonderheiten, an denen man die früheren Entstehungsprozesse Gran Canarias studieren kann.

Der Pico Picapinos (Dendrocopus major canariensis) ein Specht, den man von weitem hören kann.

Der Pico Picapinos (Dendrocopus major canariensis) ein Specht, den man von weitem hören kann.

Inagua ist ebenfalls archäologisch interessant. So gibt es archäologische Fundstätten von Höhlendörfern der Altkanaren. Hier sind zu nennen:

  • Riscos de Chirimique
  • La Solana del Pinillo
  • Majada Alta
  • Tomares e Inagua

Vermutlich wurden von den Altkanaren hier religiöse und vielleicht sogar erste astronomische Aktivitäten praktiziert, wie man an den Funden von Steinkreisen und Steintürmchen nachvollziehen kann. Ebenfalls vermutet man hier Kultstätten und Grabstätten.

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Patilla oder Pata perro (Aizoon canariense).

Inagua wird von einer an den trockenen Kiefernwald angepasste Flora geprägt. Die wichtigsten Arten sind im folgenden aufgeführt.

Adenocarpus foliolosus, Aeonium percarneum, Aeonium simsii, Allagopappus viscosissimus, Andryala pinnatifida, Argyranthemum adauctum canariense, Argyranthemum adauctum gracile, Asparagus plocamoides, Babcockia platylepis, Bystropogon origanifolius, Carlina canariensis, Carlina texedae, Ceropegia fusca, Chamaecytisus proliferus meridionalis, Cistus symphytifolius, Crambe scoparia, Dendriopoterium pulidoi, Descurainia preauxiana, Echium decaisnei decaisnei, Echium onosmifolium onosmifolium, Euphorbia canariensis, Ferula linkii, Greenovia aurea, Helianthemum bystropogophyllum, Hypericum reflexum, Isoplexis isabelliana, Kleinia neriifolia, Lavandula minutolii, Lotus holosericeus, Lotus spartioides, Micromeria benthamii, Micromeria helianthemifolia, Micromeria tenuis tenuis,  Micromeria varia meridialis, Monanthes brachycaulos, Ononis angustissima, Pinus canariensis, Polycarpaea latifolia, Rumex lunaria, Salvia canariensis, Scrophularia calliantha, Sideritis dasygnaphala, Silene tamaranae, Sonchus acaulis, Teline microphylla, Teline rosmarinifolia rosmarinifolia, Vicia cirrhosa und Vicia filicaulis.

Der Bisbita caminero (Anthus berthelotii)

Der Bisbita caminero (Anthus berthelotii)

Die Vertebraten-Fauna hat ebenfalls einiges zu bieten.

  • Buteo buteo insularum
  • Chalcides sexlineatus sexlineatus
  • Dendrocopos major thanneri
  • Erithacus rubecula superbus
  • Fringilla teydea polatzeki
  • Gallotia stehlini
  • Lanius meridionalis koenigi
  • Parus caeruleus teneriffae
  • Phylloscopus canariensis canariensis
  • Sylvia melanocephala leucogastra.
Gesteinsschichten in verschiedensten Farben.

Gesteinsschichten in verschiedensten Farben.

Am Rande von Inagua präsentieren sich Felsen und Gesteinsabbrüche in den verschiedensten Farben. Hier kann man die ältesten Materialien der Entstehungsgeschichte von Gran Canaria sehen. Eine Übersicht über alle Naturschutzgebiete von Gran Canaria finden Sie hier [...]



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