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Wandern auf Gran Canaria. Kommunikation ist Glücksache und Ihr Urlaub ist schneller vorbei als Sie denken.

- Von Roland - in: Wander-Gedanken

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Ehepaar Maier

Ehepaar Maier. Eigentlich wollten Sie wandern.

Ehepaar Maier`s Urlaub steht bevor und Frau Maier hat mit Ihrem Mann viel vor. Eigentlich wollten Sie wandern auf Gran Canaria. Urlaub besteht ja nicht nur aus Entspannung und Nichtstun sondern bedeutet auch Neues erleben und schöne, emotionale Erfahrungen mit zurück in den Alltag nehmen. Am Montag den 8. Februar hat Frau Maier mit Ihrem Ehegatten Ihren Flug gebucht. Sie bleiben vom 1. März bis zum 10. März in Playa del Ingles. Das ist schön. Immerhin 10 Tage Urlaub. Jetzt beginnt die Überlegung was wollen wir tun ? Sie haben sich entschlossen zu wandern, das heißt Landschaften mit netten Leuten zu erleben und gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Am 15. Februar ruft Ihr Reisebüro an. “Guten morgen Frau Maier Ihre Reiseunterlagen sind fertig”. “Sollen wir die Ihnen zuschicken oder wollen Sie selbst abholen”. “Nein Danke antwortet Frau Maier, wir sind am Samstag den 20. Februar in der Stadt und holen die Unterlegen selbst ab”. Außerdem hat Frau Maier noch eine Frage ans Reisebüro. Sie will wandern. Am Samstag ist Frau Maier im Reisebüro und fragt nach einem Wanderpaket. Gibt es leider nicht und alles andere sind komplette Wanderwochen und da müsste man sich vorher anmelden. Also weitersuchen.

Zuhause angekommen ist erst mal Wochenende für Familie Maier. Ihr Sohn kommt am Montag den 22. Den fragen wir mal. Das war eine gute Idee. Am 23. Februar ruft der Sohn zurück und erklärt seiner Mutter, er hätte da was im Internet gefunden. Wandern mit Roland und Jörg. Schauen gut aus die Wanderungen. Also ab ins Internet und mal sehen was es gibt. Natternkopfwald im Frühjahr, Panorama Tour, Falkenschlucht etc. mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Erst mal studieren. Was könnte passen ? Am besten mal anfragen, was es für leichte Einstiegswanderungen in der Zeit gibt. Frau Maier schickt uns eine Mail am 23. Februar. Erst mal ohne Hotel und Telefonnummer, ganz allgemein. Ehepaar Maier will sich ja nicht gleich festlegen. Super wir freuen uns. Am 23. waren wir wandern und haben die Mail von Frau Maier am 24. Februar gelesen. Am abend erhält Sie Nachricht von uns und jetzt weiß Ehepaar Maier wann und wo wir wandern. Aber der Freitag der 26. Februar ist schon angebrochen, die Koffer werden gepackt und alles was es vor dem Urlaub zu erledigen gibt, muß getan werden. Am Samstag ist ja der letzte Tag an dem man noch etwas einkaufen kann. Ach ja, da war noch was, eine Mail schicken, daß Sie wandern wollen. Freitag abend schickt Frau Maier uns eine letzte Frage zum Wandern. Der Natternkopfwald und die Panorama Tour wären interessant für Sie. Wir erhalten diese Mail am Samstag abend mit Ihrer Handynummer und schicken einen Vorschlag. Frau Maier will in der Nacht vor dem Abflug den Mailbriefkasten öffnen. Ja das hat leider nicht geklappt.

Am 28. Februar geht der Flug. Na ja, Ehepaar Maier hat unsere Telefonnummer im Koffer. Das wird schon klappen. Am Sonntag auf Gran Canaria angekommen, gehts erst mal an den Strand. Die Sonne scheint. Der Urlaub hat begonnen. Erst mal “ankommen”. Dann sehen wir weiter. In der Zwischenzeit haben wir Ehepaar Maier eingetragen und wissen, daß sie angekommen sind. Denn in der Mail stand ja, ab nächster Woche sind wir 10 Tage in Playa del Ingles. Wir greifen zum Telefon und wählen die Handynummer. 004971…… und hören “Unter der gewählten Rufnummer ist kein Teilnehmer zu ermitteln. Nun da ist wohl eine Ziffer falsch.

Am 2. März schicken wir eine Mail und fragen nach der richtigen Handynummer. Was für ein Glück, der Sohn antwortet uns, daß seine Eltern schon in Playa del Ingles sind und die Vorwahl für die Schweiz vorgewählt werden muß. Das wussten wir nicht. Sehr gut, wir sind einen Schritt weiter. Der Sohn sagt uns auch, daß er seine Eltern informieren will, daß wir uns gemeldet haben. Schließlich hat er ja auch unser Angebot aus dem Internet herausgesucht. An das Hotel kann er sich leider nicht mehr erinnern. Wir rufen nun unter der Schweizer Vorwahl die Handynummer an und es klappt. Wir haben eine Verbindung. Es wird uns mitgeteilt, daß der Teilnehmer leider im Moment nicht erreichbar ist bzw. sein Handy ausgeschaltet hat. Das können wir verstehen. Es ist ja schließlich Urlaub. Wer will da schon gestört werden.

Wir schicken erneut eine Mail an den Sohn und siehe da, er erinnert sich an den Namen des Hotels, weil er in der Zwischenzeit mit seinen Eltern gesprochen hat. Es soll sowas wie Hotel “Mcolnerasse” sein. Wir interpretieren den richtigen Hotelnamen. Inzwischen ist der 5. März angebrochen und Ehepaar Maier bemerkt, morgen ist ja schon Samstag der 6. März. Sie wundern sich. Eigentlich wollten wir wandern aber die beiden Roland und Jörg sind ja nicht zu erreichen. Das mit denen funktioniert ja nicht. Frau Maier macht sich auf die Suche nach einer Alternative im Hotel. Die Rezeption ist gut informiert und schickt Frau Maier in die Avenida de la Esperanza Buena in Playa del Ingles. Glück gehabt, die Avenida ist in der Nähe des Hotels. Also nichts wie hin. Dort ist ein Informationsbüro und es gibt alles was das Herz begehrt. Kamelreiten, Eselreiten, Wasserrutschen und auch Wandern. Also gleich mal anrufen. Das Problem, die Mindestteilnehmerzahl für Samstag war leider nicht erreicht und am Sonntag wandert keiner. Zurück im Hotel ist es 19.00 Uhr und es gibt Abendessen. Herr Maier sagt “Du hattest doch die Telefonummer von den beiden. Warum rufen wir die nicht mal an. Frau Maier antwortet. Ja die Nummer habe ich noch im Koffer. Die suche ich nach dem Abendessen. Das Abendessen zieht sich hin und unsere Telefonummer taucht im Koffer auf, um 22.30 Uhr. Ja jetzt in der Nacht rufen wir die nicht mehr an sagt Frau Maier.

Der Sonntag der 7. März bricht an und außer Strand und Sonne war bis jetzt keine körperliche Bewegung in Sicht. In der Zwischenzeit haben wir versucht die Telefonnummer und das Fax vom Hotel “Mcolnerasse” herauszufinden. Das ist nicht leicht, denn sehr viele Hotels wollen Ihre Telefonnummern nicht ins Internet stellen bzw haben kostenpflichtige Nummern angegeben. Warum ? Wer weiß das ? Vielleicht wollen die Hotels nicht, daß Ihre Gäste angerufen werden. Ok wir haben es geschafft und haben die NICHT kostenpflichtige Nummer herausgefunden. Wir sind im Barranco wandern. An einer günstigen Stelle mit Empfang rufen wir im Hotel an und haben Erfolg. Die Rezeption stellt uns durch. Aber Ehepaar Maier ist nicht im Zimmer. Wir bekommen eine Faxnummer von der Rezeption. Kein Problem für uns. Wir schicken am Sonntag den 7. März am abend ein Fax ins Hotel für Frau Maier. Gleichzeitig schicken wir auch eine SMS, weil das Handy von Maier`s immer noch oder schon wieder ausgeschaltet war. Frau Maier war ebenfalls aktiv und hat uns am Sonntag zweimal direkt aufs Handy angerufen. Das hat uns der Handyprovider auch per SMS mitgeteilt, nachdem wir wieder Empfang hatten. Denn wir waren im Barranco de Guayadeque und dort gab es leider keinen Empfang.

Dafür ist unser Fax inzwischen angekommen. Leider steht das Fax aber nicht in der Rezeption sondern in der Administration des Hotels und die Administration arbeitet nicht am Samstag und auch nicht am Sonntag. Der Montag der 8. März bricht an und Frau Maier macht sich um 10 Uhr morgens erneut auf den Weg in Richtung Wanderalternativen. Und siehe da, es ist ja Montag und unser Fax wird den beiden zur Hand gegeben, gerade als sie das Hotel verlassen wollen. Frau Maier sagt zu Ihrem Mann. “Es gibt sie also doch die beiden, Roland und Jörg”. Aber ob die wohl zuverlässig sind, wenn die sich erst 2 Tage vor dem Abflug melden.

Wir sind im Barranco, haben Handy-Empfang und das Schicksal wendet sich. Ich rufe auf dem Handy von Frau Maier an. Frau Maier hebt ab. Jetzt geht es zur Sache und wir vereinbaren, daß wir am 9. März wandern. Ein bisschen unpraktisch nur, denn Frau Maier wollte am 9. März eigentlich noch ein paar Mitbringsel einkaufen. Aber die Geschäfte in Spanien haben ja lange offen. Maier`s gehen also einkaufen. Aber am 8.März abends und danach gabs in der Kasbah was zu trinken. Es wird spät als Sie ins Hotel zurückkommen.

Der 9. März bricht an und wir sind vor dem Hotel. Aber Ehepaar Maier ist nicht da. Wir gehen zur Rezeption und fragen nach. Die Rezeptionistin erklärt uns freundlich, daß Frau Maier und vor allem Herr Maier schimpfend das Hotel verlassen haben. Wahrscheinlich um an den Strand zu gehen. Kein Wunder sagt Sie, wir sind ja 45 min zu spät. Ich schaue auf die Uhr, es ist 5 vor 9 Uhr und ich greife zum Handy und rufe an. Herr Maier ist am Handy und sagt uns erzürnt, daß er fast eine Stunde auf uns gewartet hat. Etwas irritiert frage ich Herrn Maier. Wieviel Uhr haben Sie ? Die Antwort 4 vor 10 Uhr. Jetzt wird mir alles klar. Herr Maier hat seine Uhr noch nicht umgestellt. Mein Versuch das zu erklären schlägt fehl. Herr Maier legt auf.

Wir gehen wandern und Ehepaar Maier fliegt am nächsten Tag, den 10.März, zurück in die Schweiz. Mittlerweile hat es sich aufgeklärt und wir haben alle Ereignisse rekonstruiert. Die beiden wissen es. Herr Maier hatte seine Uhr nicht umgestellt. Er hat oft in Deutschland zu tun und Frau Maier wollte Ihre Uhr nicht beim Wandern tragen. Im Urlaub ist alles möglich, weil man schaltet ja einen Gang zurück und prüft nicht ständig jede Information wie im Büro. Für eine Stunde lebten die Maier`s in einer anderen Zeit und haben es nicht bemerkt. Frau Maier legt unsere Telefonnummer mit dem Vermerk “Wandern mit Roland und Jörg” in die Schublade, dort wo auch die Reiseführer von der Türkei liegen. Denn sie wollten ja wandern. Vielleicht im nächsten Urlaub.

Die Geschichte basiert auf unseren Erlebnissen. Die Namen, Adressen und das Hotel sind frei erfunden. Wer sich über Zeitmanagement und Selbstorganisation informieren möchte, ist auf der Seite Zeitblüten von Herrn Burkhard Heidenberger  bestens aufgehoben.

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Roland

Was so alles schief gehen kann ! Teil I

Zwei Wanderer hatten sich bei uns gemeldet und ich habe ein paar Wandervorschläge durchgegeben. Dann war der Flug und ich hatte keine Rückmeldung für den ersten Wandertermin. Da ich keine Handynummer in der E-Mail-Anfrage hatte, konnte ich keine SMS schicken oder anrufen. Am Ankunftstag habe ich also ein Fax ans Hotel geschickt. Das Fax wurde aber erst am ersten Wandertagvorschlag um 8.30 den beiden ausgehändigt. Also 48 h später. Die Wanderer fassten das Fax als Auftragsbestätigung auf und waren um 9.00 Uhr vor dem Hotel. Um 9.30 Uhr haben Sie mich angerufen und nachgefragt wo wir bleiben. Ok ich sagte ich hatte keine Bestätigung. Sie sagten: Aber wir haben um 8.30 gerade eine Faxbestätigung erhalten. Das was ich im Fax geschrieben hatte, haben sie mißverstanden. Jetzt schreibe ich noch deutlicher um was es geht, so daß es keine Mißverständnisse mehr geben kann. Nach anfänglichem Ärger hatten wir noch ein paar wundervolle Wandertage in unberührter Natur.

Was kann man daraus lernen ?
1. Wenn möglich immer eine Handynummer angeben.
2. Das Handy nach dem Flug wieder anschalten und das Netz prüfen.
3. Immer das Handyladegerät mitnehmen.

Was können wir daraus lernen ?
1. Unsere Faxinhalte unmißverständlicher schreiben.