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Wandern im Sommer

Wandern bei Moya im Sommer auf Gran Canaria

Wandern im Sommer ist für viele Wanderer eine Unternehmung, die mit hohen Temperaturen und Hitze verbunden wird. Die Mikroklimate Gran Canarias lassen aber selbst bei Hitzealarm Wanderungen zu. Zum Beispiel im grünen und kühleren Norden, wo man einen großen Anteil im Schatten von Bäumen oder höheren Sträuchern wandern kann. Auch die Wanderung selbst kann man langsam mit häufigen Pausen im Schatten gestalten. So erlebt man die sommerliche Landschaft und fühlt sich immer noch wohl dabei. - Von Roland - in: Naturschutzgebiete, Wanderrouten

iBeim Wandern im Sommer auf Gran Canaria sollte man immer das schöne Wetter berücksichtigen, welches manchmal zu schön sein kann, respektive hohe Temperaturen. Deshalb haben wir uns aufgemacht, einmal bei Hitzealarm auf Gran Canaria, eine Wanderung im kühlen Norden zu testen. Der Wetterdienst auf Gran Canaria hatte für diesen Samstag den 10.Juli 2010 von mittlerer Höhenlage bis in hohe Gebirgslagen bis zu 40°C angesagt. Unser Wanderversuch führte uns direkt in den Barranco de los Tilos bei Moya und wir können bestätigen, es geht. Es ist nicht zu heiß aber schön warm.

Wir wandern im Halbschatten

Einen erheblichen Anteil der Wanderung wanderten wir im Schatten von großen Eukalyptusbäumen, dicht belaubten Kastanienbäumen und Lorbeerbäumen. Als wir um 9 Uhr morgens aufbrachen, hatten wir noch eine Temperatur von 21°C auf ca 500m Höhe. Kaum hatten wir 800m erreicht stieg die Temperatur auf 26 °C an. Im weiteren Verlauf der Wanderung erreichten wir Temperaturen von ca 30 °C im Schatten und streckenweise über 32°C in der Sonne. Ich persönlich, und alles ist subjektiv, empfand es als ein Landschaftserlebnis, welches mich an heiße Sommer in Deutschland erinnern ließ. Und keineswegs unangenehm.

Naturschutzzentrum Tilos de Moya auf Gran Canaria

Naturschutzzentrum Tilos de Moya auf Gran Canaria

Wir starten beim Naturschutzzentrum im Baranco “Tilos de Moya”. Dort kann man an Werktagen Informationen über den dort verbliebenen Lorbeerwaldrest auf Gran Canaria erhalten. Wir wandern aber nicht direkt in diesen Barranco sondern gehen zur Hauptstrasse zurück und steigen in einem Nebenbarranco in interessanter Kulturlandschaft rechtsseitig aufwärts, überqueren den Barranco auf größerer Höhe nach links und wandern den Barranco de los Tilos wieder abwärts, streckenweise über einen neu angelegten Lorbeerwald-Leerpfad, zum Ausgangspunkt zurück.

Mais bei Moya auf Gran Canaria

Der Mais für Gofio aus Moya und Zucchini.

Unsere Wanderung starten wir am Parkplatz des Naturschutzzentrum Tilos den Moya und wandern zunächst in Richtung Hauptstrasse zurück. Auf der rechten Seite kommen Sie an einem Maisfeld vorbei. Der Mais, der hier angebaut wird, landet direkt in der Maismühle von Moya um den “Gofio de Millo Tostado” herzustellen, einen der besten auf Gran Canaria. Wer sich für den guten Gofio interessiert, kann diesen in Deutschland auch bei http://www.kanarische-lebensart.net/ kaufen. Händler können sich direkt für den Import aus Gran Canaria an Francisco Rodriguez Reyes in der C/ Padre Claret 29, Moya Gran Canaria Tel: 0034 928620653 wenden.

Weiter geht es auf der Hauptstrasse ein kurzes Stück vorbei an Crassulaceen und einem Minibiotop “Pflanze auf Pflanze” wie im Bild unten zu sehen.

Crassulaceen auf Feigenkaktusblatt auf Gran Canaria. Entdeckt beim Wandern.Der erste Abschnitt der Wanderung ist charakterisiert durch eine Kulturlandschaft, mit idyllischem ruralen Charakter.

Arundo donax auf Gran Canaria beim Wandern entdeckt.

Unser Weg wird von Arundo donax gesäumt. Aus den hohlen Stengeln macht man unter anderem die Pfeifen für Dudelsäcke. Siehe unten bei Christian Roch.

Nach ca 50m wandern wir links auf einem guten und breiten Weg, umgeben von hohem Arundo donax, in den Nebenbarranco des Tilo de Moya. Wir befinden uns jetzt im Naturschutzgebiet “Reserva Natural Especial de los Tilos de Moya, Gran Canaria” welches im Parque Rural de Doramas, Gran Canaria liegt. Dieses Naturschutzgebiet mit einer Größe von 91,5 Hektar ist eines der letzten Rückzugsgebiete für den auf Gran Canaria beinahe vollständig zurückgedrängten Lorbeerwald. Hier findet man mehr als 50 verschiedene Pflanzen des alten Ökosystems Lorbeerwald und einige Hundert Wirbellose. Viele davon sind endemisch, von hohem wissenschaftlichen Interesse und existieren nur auf diesem kleinen Areal, wie zum Beispiel der Sideritis discolor (Chamorra) und Isoplexis chalcantha (Cresta de Gallo).

Biene auf Feigenkaktusblüte auf Gran Canaria

Biene auf Feigenkaktusblüte auf Gran Canaria

Ein Mitwanderer hatte uns erklärt, daß man aus den hohlen Stengeln des Arundo donax die Pfeifen für Dudelsäcke macht. Bei Christian Roch kann man das Spielen erlernen. Es handelt sich um die Irish Tin Whistle. Was dieses Instrument, auf dem man melodisch musizieren kann, mit Unternehmensprofilierung und Werbetexten zu tun hat, kann Ihnen Christian von der Textagentur (www.roch-text.de) erklären.

Überall am Wegrand blühen jetzt im Juli die Feigenkakteen. Wir haben immer noch eine angenehme Temperatur von ca 26°C und wandern langsam aufwärts, teilweise im Halbschatten, vorbei an einer interessanten Pflanze des Lorbeerwaldes. Semele androgyna (Variation Gran Canaria), der Mäusekletterdorn aus der Familie der Ruscaceae (Mäusedorngewächse), bildet Ihre unscheinbaren aber reizvollen Blüten direkt an der Unterseite der Blätter (Phyllokladien).

Semele androgyna auf Gran Canaria

Die Blüten sitzen unter den blattartig verbreiterten Seitentrieben.

Die Blätter der Pflanze, so sehen sie zumindest aus, sind aber botanisch betrachtet keine Blätter sondern sind kurze Seitentriebe der Hauptsprossachse, die sich zum Zwecke der Photosynthese blattartig ausgebreitet haben. Aus welchen Gründen auch immer wurden die eigentlichen Blätter reduziert und die Seitentriebe blattartig. Deshalb stehen auch die Blüten unter den vermeintlichen Blättern.

Auf halber Höhe am Berg auf der gegenüberliegenden Hangseite des Barrancos sehen wir eine Höhlenwohnung von einem Bauern.

Höhlenwohnung mit Seilbahn auf Gran Canaria

Höhlenwohnung mit Seilbahn auf Gran Canaria

Der Landwirt hat eine kleine Seilbahn quer über den Barranco gebaut um seine Waren und Einkäufe von unserer Seite, welche ja durch die Hauptstrasse gut zu erreichen ist, bis hinauf in sein Höhlen Territorium zu transportieren. Ich gehe davon aus, daß er einen Motor einsetzt um diese Konstruktion in Bewegung zu setzen.

Blüten vor einem Haus auf Gran Canaria bei Moya

Es beginnt die Zeit der Sukkulentenblüte.

Wir wandern weiter aufwärts und kommen an einem Haus vorbei. Jetzt haben wir ca 30°C aber hin und wieder kommt ein warmer Wind. Es bleibt weiterhin angenehm. Der Eukalyptus ist hier weit verbreitet und bildet etwas Schatten wenn auch nicht so viel wie die Kastanien und die Lorbeerbäume.

Die Landschaft ist stark rural geprägt und wir wandern an kleinen Gehöften und Mohrrübenfeldern vorbei. Ebenso baut man hier Kartoffeln, Kürbisse, verschiedene Früchte und Ziegenfutter an. Für die Ziegen, welche die Milch für die sehr, sehr guten Käse auf Gran Canaria liefern. Jetzt kommen wir an einer Wegekreuzung vorbei, die uns in die Richtung nach Pinos de Galdar oder nach Santa Christina führen würde. Santa Christina ist eine kleine Siedlung im Barranco, welche viele Höhlenwohnungen hat, die als reguläre Wohnungen für die Kanaren dienen.

Bauernhof mit Ziegenhaltung bei Moya auf Gran Canaria

Bauernhof mit Ziegenhaltung bei Moya auf Gran Canaria

Eine praktische Bauart denn man hat in Richtung Erdreich theoretisch unbegrenzten Freiraum. Meist sind die Häuser so gebaut, daß die Räume, die im Berg liegen, direkt in einen offenen Patio (Vorhof) münden und durch eine Tür verschlossen werden können. Vom Patio aus kommt man in den oberirdischen Teil des Hauses, welcher zur Strassenseite hin ganz normal verschlossen ist. Die Tiefe der Höhlenräume wird durch die Lüftung begrenzt. Meist hat man nur eine Ebene. Die zweite Ebene braucht bereits eine aktive Lüftung. Die Wände fühlen sich trocken und angenehm an. Nicht zu kalt und nicht zu warm.

Mohrrüben auf Gran Canaria

Die Landschaft um Moya wird geprägt von Landwirtschaft.

Das Erdreich sorgt für eine gleichmäßige Temperatur im Sommer wie im Winter. Sollte das Erdreich durchlässig sein, wird die Erdoberfläche direkt über der Wohnung freigeräumt und mit einer Schicht Lehm oder manchmal auch etwas Zement bedeckt. Im Anschluss wird mit einer weißen und wasserabweisenden Schutzfarbe gestrichen. Dies ist nicht immer nötig. In der Siedlung von Santa Christina gibt es ein Höhlenhaus, das ohne diese Baumassnahme auskommt.

Stark nach Citrus duftend

Die Blüte einer sehr stark nach Citrus duftenden Pflanze.

Die Oberfläche über den Höhlenräumen wird für einen Grillplatz und ein Gartenhäuschen genutzt. Vor nicht allzulanger Zeit, von 1970-1980, konnte man Höhlenhäuser zu Preisen (10 – 20.000 EUR) erwerben, die heute nicht mehr vorstellbar sind.

Langsam wandern wir aufwärts und kommen nach ca einer Stunden oben, beinahe am Ende des Nebenbarranco an. Jetzt durchqueren wir den Barranco an einem kleinen Eukalyptuswald links, im Schatten von Kastanien und Lorbeerbäumen. Auf der anderen Seite angekommen, oberhalb des Barranco de los Tilos de Moya auf Gran Canaria, gönnen wir uns eine Pause im Schatten von stark duftenden Eukalyptusbäumen. Unser Thermometer zeigt uns 30°C im Schatten, es geht ein leichter Wind und wir geniessen die sommerliche Wärme.

Lorbeerwaldpfad auf Gran Canaria bei Moya

Am Ende des Lorbeerwaldpfades angelangt. Jetzt geht es links abwärts zum Naturschutzzentrum.

Nach der Pause geht es nur noch abwärts und wir suchen uns einen Weg direkt auf die kleine Strasse im Barranco de los Tilos de Moya. Hier wandern wir ein kurzes Stück auf der Strasse entlang, bis wir auf der rechten Seite den Einstieg zu dem erst kürzlich eröffneten Lorbeerwaldpfad sehen. Hier wandern wir weiter auf dem befestigten Pfad, teilweise im Schatten mittelgroßer Lorbeerwaldbäume und kommen wenig später am Naturschutzzentrum zu unserem Startpunkt zurück. Direkt an der Einfahrt, noch auf der Hauptstrasse ist ein Restaurant, wo sich am Wochenende viele Motoradfahrer treffen. Eine kleine Erfrischung haben wir uns jetzt verdient. Preisgünstig ist es und auch die Speisekarte ist gut.

Unterkünfte in Moya auf Gran Canaria

Hier finden Sie eine empfehlenswerte Unterkunft in Moya. Wenn Sie sich für eine Unterkunft entscheiden, können wir Sie zum Wandern dort abholen. Wir führen geführte Wanderungen vor Ort durch. Wenn wir um den Ort Moya herum wandern, können wir Ihnen 10 % vom Wanderpreis nachlassen. Denken Sie auch einmal über einen Urlaub mit Ortswechsel nach. Eine Kombination von Wanderurlaub im authentischen Norden mit einem Badeurlaub im Süden.


Finka Moya Gran CanariaGran Canaria – Moya – Finca Casa Nanita Haus A
Entfernungen: Fontanales:2 Km Moya: 9 Km Las Palmas: 45 Km Flughafen: 60 Km Hafen: 40 Km Strand: 18 Km

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Finka Gran Canaria MoyaGran Canaria – Moya – Finca Casa Nanita Haus C
Entfernungen: Fontanales:2 Km Moya: 9 Km Las Palmas: 45 Km Flughafen: 60 Km Hafen: 40 Km Strand: 18 Km

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Gran Canaria MoyaGran Canaria – Moya – Cueva la Burbuja
Entfernungen: Fontanales:2 Km Moya: 9 Km Las Palmas: 45 Km Flughafen: 60 Km Hafen: 40 Km Strand: 18 Km

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