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Lorbeerwaldabholzung und Aufforstung

Wandern im Naturschutzgebiet – Reserva Natural Especial de Los Tilos de Moya, Gran Canaria

Viel ist nicht übrig geblieben vom einst den Norden bedeckenden Lorbeerwald. Im Naturschutzgebiet Los Tilos de Moya wird daran gearbeitet, daß in ein paar Hundert Jahren wieder ein stattlicher Lorbeerwald vor uns steht. Zwei Lehrpfade führen durch das Naturschutzgebiet und lassen einige selten gewordene Baumarten des Ökosystems Lorbeerwald bestaunen. - Von Roland - in: Naturschutzgebiete

Waldlehrpfad des Casa de los Tilos auf Gran Canaria

Der Waldlehrpfad beim Naturschutzzentrum Casa de los Tilos auf Gran Canaria.

Das Naturschutzgebiet Reserva Natural Especial de Los Tilos de Moya auf Gran Canaria liegt im Parque Rural de Doramas und besteht nur aus einem kurzen Abschnitt von 2 km Länge im Barranco de Moya. In diesem Bereich findet man die signifikanten Reste eines Lorbeerwaldes auf Gran Canaria. Dieser kleine Rest Lorbeerwald, der vor der Abholzung, einst zum großen “La Selva Doramas” gehörte, wird wohl noch mindestens 250 Jahre brauchen, bis wieder ein repräsentatives Ökosystem auf Gran Canaria entsteht.

Naturschutzzentrum im Barranco de los Tilos bei Moya auf Gran Canaria

Naturschutzzentrum "Casa de los Tilos" im Barranco de los Tilos bei Moya auf Gran Canaria

Obwohl jetzt schon viele Pflanzen und Tierarten des Lorbeerwaldes hier wieder zu finden sind. Im Naturschutzzentrum wird eifrig gepflanzt und gepflegt. Hoffen wir, daß alles so bleibt und wir irgendwann wieder einmal ein geschlossenes Blätterdach mit 20m hohen Bäumen bestaunen können. Vielleicht im nächsten Leben.

Ocotea foetens ein wichtiger Baum des Lorbeerwaldes auf Gran Canaria

Ocotea foetens ein wichtiger Baum des Lorbeerwaldes auf Gran Canaria. So könnte man sich den intakten Lorbeerwald vorstellen. Dunkel, feucht und kühl.

Das ganze Naturschutzgebiet umfasst immerhin 91,5 Hektar Grund. Geplant ist zumindest eine Ausweitung des Baumareals und eine Verknüpfung verschiedener Lebensräume innerhalb des Parque Rural de Doramas. Die Fläche des auf Gran Canaria übrig gebliebenen Lorbeerwaldes beträgt heute weniger als 1% des ursprünglichen Verbreitungsgebietes.

Ein interessantes Beispiel für unser Naturschutzverständnis. Bereits Humboldt wies im Jahre 1815 auf das Verschwinden des Lorbeerwaldes auf den kanarischen Inseln durch menschliche Aktivitäten hin, folgend Viera y Clavijo und andere wohlbekannte Persönlichkeiten der öffentlichen Lebens.

Fayal Brezal auf Gran Canaria

Fayal Brezal auf Gran Canaria. Mit den beiden Arten Myrica Faya und Erica arborea.

Übrig geblieben sind weniger als 1%. Nicht einmal ob es sich bei diesen Flächen um Primärwald handelt, kann sicher festgestellt werden. Ein intakter, primärer Lorbeerwald dürfte wohl Stämme von mindestens 20m Höhe und in Ausnahmefällen bis 40 m Höhe mit einem geschlossenen Kronendach hervorgebracht haben. Hauptsächlich wurde der Wald für die Gewinnung von Holzkohle, Bauholz und Brennholz zur Zuckerrohrgewinnung auf Gran Canaria geopfert.

Hypericum grandifolium auf Gran Canaria

Hypericum grandifolium auf Gran Canaria. Das Naturschutzzentrum pflanzt und pflegt viele Pflanzen der Lorbeerwaldgemeinschaft.

Durch dieses Naturschutzgebiet führen einige Feldwege und eine Wasserleitung, die  sehr kalkhaltige Wasser führt. Im Barranco de Moya auf Gran Canaria fließt Wasser. Viel wird jedoch für die Landwirtschaft abgezweigt und das Wasser in diesem Barranco ist nicht genießbar. Meine Messung ergab über 1200 microsiemens Leitfähigkeit, ein sehr hoher Wert, der durch hohe Eisen und Kalkkonzentrationen hervorgerufen wird. Weiter oben im Barranco findet man rurale Häuser mit einem für die kanarischen Inseln typischen Satteldach. Archaeologisch interessant sind die beiden Stätten “Cueva de la Paloma” und die “Cueva de los Canarios”.

Inmaculata Auxiliadora de los Tilos de Moya

Diese Kapelle im Barranco de los Tilos de Moya wurde gespendet.

Neuer Lehrpfad im Barranco de los Tilos bai Moya auf Gran Canaria

Neuer Lehrpfad im Barranco de los Tilos bei Moya auf Gran Canaria.

Im folgenden habe ich eine Liste der häufigsten Baumarten zusammengetragen, die in einer Lorbeerwaldgemeinschaft auf Gran Canaria gefunden werden könnten. Die Liste ist nicht vollständig.

  • Apollonias barbujana
  • Arbutus canariensis
  • Erica arborea
  • Laurus azorica
  • Ilex canariensis
  • Laurocerasus lusitanica
  • Maytenus canariensis
  • Myrica faya
  • Notelaea excelsa
  • Ocotea foetens
  • Persea indica
  • Pleiomeris canariensis
  • Rhamnus glandulosa
  • Visnea mocanera
Spannerraupe im Lorbeerwald auf Gran Canaria

Spannerraupe im Lorbeerwald auf Gran Canaria

Neben Sträuchern der Gattungen

  • Bencomia,
  • Chamaecytisus,
  • Sambucus
  • Viburnum

gibt es einige interessante lianenartig wachsende Pflanzen.

Wie zum Beispiel:

  • Convolvulus canariensis
  • Hedera canariensis
  • Rubia angustifolia
  • Semele androgyna

Über invasive Pflanzenarten, die den Lorbeerwald in der Entwicklung stören, habe ich bereits hier berichtet.

Unterkünfte in Moya auf Gran Canaria

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