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Feste auf Gran Canaria

Viva la Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria

In El Puertillo auf Gran Canaria wird jedes Jahr die heilige Jungfrau von Santa Lucia gefeiert. Ein Fest mit einer Fahrt der Jungfrau übers Meer. - Von Roland - in: Feste

La Virgen de Santa Lucia am Strand von El Puertillo auf Gran Canaria.

La Virgen de Santa Lucia am Strand von El Puertillo auf Gran Canaria. © Foto von Roland Weimer.

Ankunft der heiligen Jungfrau von Santa Lucia

Ankunft der heiligen Jungfrau von Santa Lucia am Strand von El Puertillo auf Gran Canaria. © Foto von Roland Weimer.

Die heilige Jungfrau von Santa Lucia wird auch als Lucia de Siracusa bezeichnet, weil Sie in Siracusa, einer kleinen Stadt in Sizilien geboren wurde. Das war im Jahre 283 nach Christus und Sie wurde 21 Jahre alt. In dieser Zeit war Diokletian römischer Kaiser und die Anhänger Christus wurden verfolgt. Sie wurde katholisch erzogen und leistete ein Gelübde der Jungfräulichkeit. Die Mutter, eine Witwe, versuchte das Gelübde durch eine Heirat mit einem Mann ohne christlichen Glauben zu lösen.

Das Boot mit der Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria.

Das Boot mit der Virgen de Santa Lucia kommt am Strand an. Mit im Boot sitzen von links nach rechts: Carmelo der Präsident der Feste in El Puertillo, Ángel Víctor Torres Pérez der Secretario General Insular (Generalsekretär) und Stellvertreter der sozialistischen Partei PSOE, Juan Francisco Padrón der Bürgermeister von Arucas, Manolo ein Neffe von Manuel Sosa Medina. © Foto von Roland Weimer.

Das Boot mit der Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria wird an Land gezogen.

Das Boot mit der Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria wird an Land gezogen. © Foto von Roland Weimer.

Eine Krankheit der Mutter wurde geheilt, nach einer Pilgerfahrt, die von Ihrer Tochter angeregt wurde. Die Mutter hatte Ihr vor der Pilgerfahrt das Versprechen gegeben nicht heiraten zu müssen, wenn Sie geheilt würde. Ihr Hochzeitsgeld gab Sie den Armen. Der abgewiesene Ehemann zeigte Santa Lucia als Christin an. Hier begann ein Gerichtsverfahren, Folter und die endgültige Enthauptung. Die Standfestigkeit bei allen Torturen machte Santa Lucia zu einer Märtyrerin der katholischen Kirche. Sie trägt auf einem Tablett zwei Augen, Ihre Augen. Während Sie vor Gericht war, wurde angeordnet Ihre zwei Augen zu entfernen. Nach einer Legende konnte Sie aber nach Entfernung Ihrer Augen immer noch sehen. Sie ist die Schutzpatronin der Blinden, Armen, der kranken Kinder, der Bauern und der Berufsfahrer. Im Laufe der Geschichte kamen weitere hinzu. Lucia heißt Licht.

Die heilige Jungfrau von Santa Maria wird auf dem Strand bis zur Kirche geschultert getragen.

Die heilige Jungfrau von Santa Maria wird auf dem Strand bis zur Kirche geschultert getragen. © Foto von Roland Weimer.

In El Puertillo, einem kleinen Ort an der Nordküste von Gran Canaria feiert man die heilige Jungfrau von Santa Lucia am Samstag und Sonntag den 11. und 12. September auf eine ganz besondere Art und Weise. Der Startschuß für die Festwoche fällt am 3. September und wurde dieses Jahr von Ángel Víctor Torres Pérez eröffnet, dem Secretario General Insular (Generalsekretär) und Stellvertreter der sozialistischen Partei PSOE. Er hob die Leistungen und die Verdienste der Gemeinde hervor und auch die besonderen Leistungen Einzelner, wie zum Beispiel Manuel Sosa. Er wird der Sandokan von El Puertillo genannt. Der Sandokan ist eine Heldenfigur aus einem Film, auch der Tiger von Malaysia genannt. Weiter unten mehr.

In einer kleinen provisorischen Kirche in Puertillo auf Gran Canaria ist die Virgen de Santa Lucia untergebracht und wird am Samstagabend geschmückt in einer kleinen Prozession durch den Ort getragen. An diesem Samstag wird in Puertillo auf Gran Canaria die ganze Nacht bei Merengue Musik und geöffneten Bars bis in den Morgengrauen gefeiert. Ca um ein Uhr in der Nacht gibt es ein beeindruckendes Feuerwerk am Strand von Puertillo auf Gran Canaria. Das ist noch lange nicht das Ende der Fiesta.

Der Festplatz. Hier wird die heilige Jungfrau von Santa Lucia bis in die Morgenstunden hinein gefeiert.

Der Festplatz. Hier wird die heilige Jungfrau von Santa Lucia bis in die Morgenstunden hinein gefeiert. © Foto von Roland Weimer.

Am Sonntag danach wird in der Früh die heilige Jungfrau erneut herausgetragen und auf ein kleines motorisiertes Boot gebracht. In Begleitung vieler Motorboote geht es raus aufs Meer. Sie ist mittlerweile hier in Puertillo auf Gran Canaria auch die Schutzpatronin der Fischer.

Wer ist dieser Mann, Manuel Sosa Medina ?

Ja ich glaube daß ich ihn schon einmal gesehen habe, weil ich in Banaderos war. Er war da einmal auf dem Dorfplatz. Ich wusste noch nicht wer dieser Herr war und ich erinnere mich auch nicht mehr so genau an sein Aussehen. Die Leistung dieses “Meeresbewohner” ist so ungewöhnlich, daß ich an dieser Stelle erst recherchieren muß um es glauben zu können.

Prozession der Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria

Prozession der Virgen de Santa Lucia auf Gran Canaria. © Foto von Roland Weimer.

Man sagt, daß Manuel Sosa in seinem Leben auf Gran Canaria mehr als 300 Menschen, Badenden, Fischern und Matrosen das Leben gerettet hat. Mit 14 Jahren ohne Lesen und Schreiben gelernt zu haben, aus einer Bauernfamilie stammend, hat er sich dem Meer verschrieben. Mit 15 Jahren rettete der im Jahre 1953 geborene Fischer das erste Leben. Neben seinem Fischerboot soll er ein Rettungsboot besitzen und auch eine gute Verbindung mit der lokalen Polizei haben, die ohne seine Erfahrung auf dem Meer nicht auskäme. Viele wahre Geschichten, Auszeichnungen und eine nach ihm benannte Strasse in El Puertillo machen ihn zu Lebzeiten zu einer Legende. Man sagt man könne in seinen Augen die Wellen spiegeln sehen.

Nach einem Schlaganfall braucht Manuel Sosa nun Geld für seine medizinische Rehabilitation, die einige Jahre in Anspruch nehmen kann. Viele Initiativen versuchen nun das notwendige Geld zu besorgen. Weitere Informationen folgen hier.

Die Virgen de Santa Lucia wird auf Ihr Podest zurückgehoben. Dahinter ist der Eingang zur kleinen Kirche.

Die Virgen de Santa Lucia wird auf Ihr Podest zurückgehoben. Dahinter ist der Eingang zur kleinen Kirche. © Foto von Roland Weimer.

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