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Nach dem Wandern

Wandern macht hungrig. Süßkartoffelpasteten auf Gran Canaria.

Es gibt viele Rezepte auf Gran Canaria, die einen für uns neuartigen und unbekannten Geschmack hervorbringen. Die Süßkartoffelpastete oder Trucha de Batata ist ein traditioneller Nachtisch oder ein traditionelles Gebäck zu jedem Anlass. - Von Roland - in: für Feinschmecker

Ein Nachtisch, den ich erst auf Gran Canaria kennengelernt habe, sind die Süßkartoffelpasteten oder die Truchas de Batata. Ein neuartiger Geschmack und ausgezeichnet. Vor allem die älteren Kanaren auf Gran Canaria stellen noch diese großen oder kleinen Pasteten her. Viele Jüngere auf Gran Canaria müssten erst Ihre Oma fragen. Nach dem Wandern auf Gran Canaria sind die Pasteten eine gute Energiequelle.

Süßkartoffelpastete auf Gran Canaria

Eine kleinere Version der Süßkartoffelpasteten auf Gran Canaria. © Foto von Roland Weimer.

Das 20. Jahrhundert war ein Zeitalter, das durch den Verlust der landwirtschaftlichen Vielfalt geprägt war. Ca 75 % aller ursprünglich angebauten Nutzpflanzen sind verloren gegangen oder wurden durch wenige ersetzt. Und das obwohl man weltweit mit über 75.000 essbaren Pflanzenarten rechnen kann. Würde man zusätzlich alle Sorten einbeziehen kommt man auf eine gewaltige Anzahl geniessbarer und unterschiedlicher Lebensmittel. Fast alle unsere Nutzpflanzen stammen aus den tropischen Wäldern. Eine Frage: Wieviel Früchte und Gemüse kennen Sie in Ihrem Supermarkt ?

Würde man nun ein paar findige Köche damit beschäftigen aus dieser natürlichen Zutatenvielfalt jeden Tag ein neues Gericht zu kochen, könnte man sich getrost zurücklehnen und jeden Tag etwas neues bisher unbekanntes essen. Selbst wenn man dabei das Alter einer Jeanne Calment oder eines Christian Mortensen erreichen würde, es gingen uns die Rezepte nicht aus.

Zurück zu unseren Pasteten. Was brauchen wir dazu:

  • 500 g Mehl
  • 1/2 kg Süßkartoffel
  • 80 g Butter
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 130 g gemahlene Mandeln
  • eine Messerspitze Anis
  • den Saft einer halben Zitrone
  • die Schale der halben Zitrone zerreibt man ebenfalls
  • eine Messerspitze Zimt
  • eine Messerspitze Salz
  • ein Schnapsglas Anisschnaps
  • 220 g Zucker
  • 1 gehäufter Esslöffel Puderzucker
  • Wasser

Beginnen wir mit der Füllung.

Die Süßkartoffeln müssen in Salzwasser gekocht werden bis Sie weich sind. Wir zerdrücken die Süßkartoffeln mit einer Gabel zu einem Kartoffelbrei und geben den Zucker, die Zitronenschale, die Mandeln, den Anisschnaps, den Anis und den Zimt dazu. Die Füllung gut durchmischen und stehen lassen.

Jetzt geht es weiter mit dem Pasteten-Teig.

Man nehme das Mehl und gebe es in einen großen Behälter. Dazu gibt man nun die Butter und den Zitronensaft. Man verarbeite nun alles unter Zugabe von Wasser ganz langsam zu einem Teig. Das kann durch Kneten mit der Hand oder mit einer Maschine erfolgen. Wenn Sie wollen können Sie hier auch etwas Zucker und Anisschnaps hinzugeben. Der Teig sollte eine halbe Stunde ruhen.

Wir verbinden nun beides miteinander.

Eine kleinere Version der Pasteten. Diese wurden mit einer Kaffetasse aus dem Teig gestochen.

Eine kleinere Version der Pasteten. Diese wurden mit einer Kaffetasse aus dem Teig gestochen. © Foto von Roland Weimer.

Wir rollen nun den Teig mit einem Nudelholz dünn aus. Gerade so, daß er noch gut zu bearbeiten ist und nicht reißt. Mit einer kleinen runden Porzellanschüssel stechen wir nun runde Teigflächen aus. Jetzt nehmen wir ein kleines Stück unserer Pastetenfüllung, geben es in die Mitte des runden Teiges und falten den Teig einmal über quer zusammen. Den Rand drücken wir mit einer Gabel so fest zusammen, daß die Tasche nicht mehr auseinandergeht.

Im Anschluß werden die Pasteten in heißem Öl gebraten. Wir trocknen die fertigen Pasteten mit einem Tuch ab und geben ausreichend Puderzucker darüber.

Guten Appetit. Ihr Roland

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