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Teror auf Gran Canaria – eine der schönsten Kleinstädte im Inneren der Insel

- Von Roland - in: Städte und Dörfer

kirche in teror

Teror ist eine der schönsten Kleinstädte auf Gran Canaria und hat eine alte landestypische Architektur. Der Landkreis hat 27,40 Quadratkilometer und liegt 543 m über dem Meeresspiegel. Von den Historikern wird auf ein Gebiet noch vor den Spaniern hingewiesen, welches als Aterura bezeichnet wurde. Ein Anstieg der Bevölkerungsentwicklung von Aterura ist eng mit dem Auftauchen der “Virgen del Pino” im Jahre 1481 verbunden.

Basilica de la Virgen del Pino

Basilica de la Virgen del Pino


Die Virgen del Pino


oktogonaler gotischer Glockenturm

Seit dieser Zeit wurde Teror zu einer landwirtschaftlich wichtigen Region. Der Wassermangel der letzten Dekade hat jedoch einen ökonomischen Einschnitt in die Agrarentwicklung von Teror gebracht und viele Bauern sind in andere Regionen oder Wirtschaftszweige abgewandert.

Virgen del Pino

Teror, im oberen Teil des Barranco de Tenoya gelegen, ist eine der berühmtesten Städtchen von Gran Canaria, vor allem weil es das religiöse Zentrum der Insel bildet. Eine große Zahl von Pilgern besuchen jedes Jahr Teror. Am 8 September findet die wichtigste religiöse Feier zu Ehren der Virgen del Pino, der Schutzheiligen Gran Canarias, statt. Unzählige Pilger wandern von Arucas und anderen Orten ausgehend bis nach Teror. Der emotionale Höhepunkt der Festlichkeiten ist die großartige Prozession.

Architektur

Teror bietet uns interessante alte Architektur. Wie zum Beipiel die weißen Häuser, deren Fassaden mit Steinen teilweise verkleidet sind und mit sehr dekorativen Holzbalkonen versehen sind.

Basilica de la Virgen del Pino

Die Fassade der Basilika mit ihren drei Flügeln und der herrlichen Balustrade mit ihren drei Eingängen gehört zu den eindruckvollsten Gebäuden von Teror. Diese einfache Kirche wurde im Jahr 1515 gebaut und damals nur mit einem Flügel. Seit dieser Zeit wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1767) wurde sie zur heutigen Basilika umgebaut. Der gelbe Turm wurde aus dieser frühen Zeit erhalten. In diesem gotischen Turm sind die Kirchenglocken untergebracht. Die Kirchenglocken haben noch heute einen klaren Ton trotz Ihres Alters und der salzhaltigen Meeresbrise, die sogar bis nach Teror hochziehen kann. Der eigentliche Anstoß zum Bau dieser Basilika kam jedoch noch früher, im Jahre 1481, als in den Ästen einer hundertjährigen Kiefer das Bildnis einer Heiligen erschien.

Antonio Lorenzo de la Rocha Bethencourt

Antonio Lorenzo de la Rocha Bethencourt zeichnet sich verantwortlich für die heutige Architektur. Antonio Lorenzo de la Rocha Bethencourt, geboren 1707/1708, war Koronel von Telde und Verwalter des Hauses von Sta. Cruz Del Romeral. Er war Ingenieur und Architekt zugleich. Das Gesamtkonzept enthält neoklassizistische und barocke Einflüsse und auch den oktogonalen gotischen Glockenturm. Der Glocketurm-Grundriss hat die Form eines regelmäßigen Achtecks, welches bei Kirchen häufig wegen der Bedeutung der Zahl Acht gewählt wird. Die Zahl bedeutet göttliche Perfektion.

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