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Wir wandern zum Moriscos und den Cuevas del Caballero

Am Risco de Chapin mit Blick in Richtung Aldea.

Am Risco de Chapin mit Blick in Richtung Aldea.

Das ist eine wunderbare Einstiegswanderung bei der wir verschiedenste Landschaften Gran Canarias streifen. Zum einen sehen wir etwas von der grünen Kulturlandschaft im Norden der Insel am wasserreichen Barranco de la Virgen. Der Barranco de la Virgen wird je nach Abschnitt Barranco de Azuaje, Barranco de la Virgen und weiter oben Barranco del Anden genannt. Weiter oben kommen wir in eine schöne Kiefernwaldzone und können bei den Cuevas del Caballero einen fantastischen Blick auf Tejeda und den mystischen Roque Bentayga genießen. Dieser Ort hat einen besonderen Reiz, den schon die Ureinwohner Gran Canarias zu schätzen wussten und viele Höhlen für religiöse Riten in den Berg gehauen haben.


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Ein leichter Aufstieg unter flechtenbehangenen Bäumen.

Ein leichter Aufstieg unter flechtenbehangenen Bäumen.

Der Barranco de la Virgen oder die Jungfrauenschlucht(Tal) hat eine Geschichte, die bis zur Eroberung der Spanier zurückgeht. Das Wasser dieses wasserreichen Barrancos wurde auf die Eigentümer der Zuckerrohrplantagenbesitzer verteilt und im 16. Jahrhundert wurde ein Graben zur Bewässerung gebaut, der über Las Madres und Firgas bis nach Arucas führte. Der Barranco heißt Jungfrauental, weil im Jahre 1767 einem der letzten Eigentümer (Heredad) 66 Hektar Land des Barrancos übergeben wurden. Im Gegenzug wurde die Erhaltung der Kirche der Virgen del Pino (Jungfrau der Pinie) gefordert. Im Barranco gibt es zahlreiche Fincas und auch drei Mühlen, die mit dem reichlich fließenden Wasser betrieben wurden.

Mit Bartflechten behangene Äste

Mit Bartflechten behangene Äste

Die Mühle “Huerta Grande” in Valsendero, die Mühle “Cha Margarita” und “Las Madres”. Es gab noch eine “Molino Chico”, die zur “Heredad Virgen del Pino” gehörte und durch eigenes Wasser angetrieben wurde. Die drei anderen Mühlen wurden durch den Bewässerungsgraben angetrieben, der vom Barranco del Anden abwärts geführt wurde. Der Barranco steht unter Naturschutz und es gibt die Bestrebung den Lorbeerwald teilweise wieder aufzuforsten. Denn hier im Norden stand einst dichter Lorbeerwald. Weiter unten in Richtung Valsendero findet man noch den sehr seltenen endemischen Madrono, ein Baum mit rot-bräunlicher Rinde, der kleine orangene Früchte trägt aus denen man einen Likör zubereiten kann. Der Likör schmeckt fruchtig und etwas säuerlich. Die Früchte haben sehr viel Stärke und müssen erst etwas weicher werden, bevor man diese zu einem genießbaren Likör verarbeiten kann.

Auf einem kleinen Strauch entdeckten wir diese aussergewöhnlichen Spinnen, die sich in einer großen Anzahl nur auf diesem Strauch versammelt hatten.

Auf einem kleinen Strauch entdeckten wir diese aussergewöhnlichen Spinnen, die sich in einer großen Anzahl nur auf diesem Strauch versammelt hatten.

Unsere Wanderung beginnt bei der Finca oberhalb von Valsendero. Wir wandern bergauf über die Strasse nach Artenara über sanfte Wiesenhänge und weiter durch den Kiefernwald zum höchsten Berg im Norden von Gran Canaria dem Moriscos. Wir kommen an einem Altar mit einem Kreuz aus Stein vorbei, das dort 1913 aufgestellt wurde. Es besteht die Möglichkeit einen Abstecher zu den Höhlen Cuevas del Caballero zu machen. Am Morriscos (1771m) mit seinen Funkantennen für die Flugüberwachung von Gran Canaria bieten sich Ausblicke in den Osten, zum Cruz de Tejeda, über das Zentrum mit dem Roque Nublo sowie den Westen bis Aldea de San Nicolas. Vom Moriscos geht es wieder bergab durch den Kiefernwald zur oberen Strasse nach Artenara. Rast machen wir am Moriscos und bei den Cuevas del Caballero. Unser Weg führt uns weiter an alten Vulkankegeln vorbei, zurück zu unserer Finca. Einkehren können wir auf einer Finca oberhalb von Valsendero.

Hier kehren wir ein. Es erwarten Sie Garbanzos und kanarischer Jagertee.

Hier kehren wir ein. Es erwarten Sie Garbanzos und kanarischer Jagertee.

Hier gibt es sehr gute kanarische Küche. Garbanzos empfehle ich und einen kanarischen Jagertee mit Rum und Käutern der Finca.

Die Höhlen (Cuevas de Caballero)
Diese Höhlen sind zum Teil mit Gittern versehen, weil die Besucher die Zeichnungen der Altkanaren beschädigt haben. Man nimmt an, daß diese dreieckigen Symbole eher religiöse Bedeutung hatten und mit Riten der Fruchtbarkeit zu tun hatten. Die Höhlen sind wie ein natürlicher Balkon in den Risco de Chapin, so nennt man diesen Felsen, eingehauen.

Ein beeindruckender Blick nach Tejeda hinunter.

Ein beeindruckender Blick nach Tejeda hinunter.

Sieht man nun in den tiefen Barranco nach Tejeda hinunter, welcher in Richtung Aldea zeigt und auf den gegenüberliegenden Roque Bentayga, kann man sich vorstellen, daß diese Höhlen eher eine religiöse Bedeutung gehabt haben könnten. Weniger wissenschaftlich betrachtet glauben manche Kanaren auf Gran Canaria, daß diese Höhlen etwas mit Hexensabbat und Hexerei zu tun hatten. Umso besser, daß diese wichtigen archaeologischen Monumente Gran Canarias nun mit Gittern verschlossen sind. Einige wenige sind offen geblieben und in eine kann man sich mit etwas Mühe hineinzwängen.

Die Gitter schützen diese Fundstätten vor Vandalismus.

Die Gitter schützen diese Fundstätten vor Vandalismus.

Tatsächlich beeindruckt dieser Ort emotional. Auf der einen Seite steht man mit dem Rücken dem gewaltigen Risco zugewandt und blickt auf den mystischen Roque Bentayga mit Tejada weit unten im Tal. Am späten Nachmittag fällt die Sonne gegen den Risco de Capin und taucht die Felsen in eine warme Atmosphäre. Eine Einladung an diesem Ort eine Weile zu bleiben und den fantastischen Ausblick zu genießen. Der Roque Bentayga auf den wir direkt vor uns blicken ist 1300m hoch und thront hoch über dem Krater von Tejeda, genau zwischen dem Barranco von Tejeda und dem Barranco von Chorillo. Der Fels von Bentayga selbst ist pyramidenartig und 600m hoch.

Blick auf den Bentayga. Der Lieblingsberg der Altkanaren.

Blick auf den Bentayga. Der Lieblingsberg der Altkanaren.

Der Roque Bentayga hatte auf die Altkanaren eine ebenso starke Anziehungskraft wie der gegenüberliegende Ort, die Cuevas del Caballero, dort wir uns einen Platz zur Rast gesucht haben. Deshalb findet man auch am Roque Bentayga Wohnhöhlen, Gräber, Getreidespeicher, Zeichnungen und Steinarbeiten der Ureinwohner. Dort findet man auch einen wichtigen Kultplatz, den “Almogaren”. Kleine in den Steinboden gehauene Gruben könnten für Milch oder Blutopfer angelegt worden sein.  Nun, wir befinden uns bei den Cuevas del Caballero und können uns die Reste von Höhlenzeichnungen und anderen Steinarbeiten ansehen. In einer Höhle sieht man noch deutlich die dreieckigen in den Stein gehauenen Kuhlen.

Typische Strukturen der Altkanaren.

Typische Strukturen der Altkanaren.

Wenn Sie im Bild rechts ganz hinten, dort wo eine große, weiße Nische in der Wand zu sehen ist, auf die kleine dreieckige Kuhle, direkt unterhalb  in der Mitte sehen, haben Sie eine der charakteristischen Formen in gut erhaltenem Zustand vor Augen. Rechts und links davon sehen Sie weitere. Wenn Sie sich für die anderen Höhlen ebenfalls interessieren, dann laden wir Sie ein, einmal mit uns auf den Moriscos zu wandern und den Ort mit eigenen Augen zu entdecken. Es lohnt sich in jedem Fall. Bis Bald Roland & Jörg.

Diashow der Wanderung zum Moriscos und den Cuevas del Caballero


Extras - im Preis inclusive

  • Ausleih Wanderstöcke *
  • Ausleih Regenjacke

* können Sie nach der Wanderung kaufen


Weitere Details zu:

Wir machen kein Trekking im Hochgebirge. Deshalb brauchen Sie für unsere Wanderungen auch keine besondere Ausrüstung. Wenn Sie wollen nicht einmal einen Rucksack. Je nach Wanderung empfiehlt sich jedoch eine optimale Kleidung. Ich weise Sie bei Buchung auf eventuelle Besonderheiten hin.

  • festes Schuhwerk, gutes Profil od. ein stabiler Sportschuh
  • sportliche Kleidung (z.B. Reissverschluss-Hose verkürzbar)
  • Ersatz Shirt
  • leichter Pullover
  • leichte Windjacke bzw. Anorak
  • Kopfbedeckung
  • Sonnenbrille
  • Sonnenschutzcreme
  • Trinkwasser
  • Pausensemmel
  • Taschengeld zum Einkehren

nur wenn Sie wollen

  • leichter Tagesrucksack
  • eigene Trekkingstöcke
  • Kamera
  • WC-Papier

 

Häufig gestellte Fragen zum Wandern auf Gran Canaria >>>

Haben wir Sie neugierig gemacht ? Vielleicht haben Sie Lust mit uns auf eine Entdeckungsreise zu gehen. Keine Sorge wir können auch ohne zoologischen oder botanischen Informationsstreß nur die Landschaft, die Natur und den Tag genießen.

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